Jugendzeltlager 2005 auf dem Herzogenhorn 

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Unter der erfahrenen Leitung der BJV- Jugendreferentin Nicole   Saam wurde auch das diesjährige Jugendcamp beim zum Olympiastützpunkt Freiburg/Schwarzwald gehörenden Leistungszentrum Herzogenhorn wieder ein voller Erfolg. In der vorletzten Woche der Sommerferien entstand dort eine kleine Zeltstadt für 40 junge Judokas mitten im Naturschutzgebiet des Feldbergmassivs.  

Das zu diesem Zeitpunkt sonst oft schon raue Bergklima, ließ   mit Ausnahme eines bedrohlichen Wetterleuchtens lauter schöne sonnige Tage und laue Nächte zu, so dass jeden Abend am großen Lagerfeuer die Erfahrungen des Tages ausgetauscht werden konnten. 

Trotz langer Nächte gab es jedoch genügend motivierte trainingseifrige Nachwuchskämpfer, die mit ihren Betreuern Roland und Jurij jeden Morgen in aller Frühe einen Berglauf hoch zum Gipfelkreuz unternahmen. 

Den Lehrgang auf der Matte eröffnete Bezirkstrainer Bruno Tsafack mit zum Teil ungewohnten exotischen Techniken aus dem „Cross-grip“, wie Ude- und Yoko-sumi-gaeshi. Schon beim Aufwärmen überraschte er mit verblüffenden Varianten des Radschlagens, sowie dynamischen Boden- und Nackenkippen.

Am zweiten Tag erklärte die Deutsche Meisterin Gertrud Müller aus Titisee-Neustadt ihre Spezialtechniken Harai-goshi und O-soto-gari, sowie daraus resultierende Kombinationsmöglichkeiten. .Beim Juji-gatame aus der eigenen Rückenlage zeigte sie, wie man eine anscheinend nachteilige Position zum eigenen Vorteil ausnützen kann. 

Fabian, Stützpunkttrainer beim BC Karlsruhe, demonstrierte in mehreren Einheiten verschiedene Varianten der Tauchrolle zum Juji-gatame sowie das Aufbrechen der Armsperre. Bezirksjugendreferent Jens Jakob war nach dem Training als Partner unzähliger Wiederholungen des Rollwürgens „Kingston-Jime“ sichtlich am Hals gezeichnet. 

Bei Manuel Metier, Landestrainer Frauen U14, stand Kampf um den Griff auf dem Programm. Mit Grifflösen und Griffübernahme führte er in die Feinheiten der Kumi-kata ein. 

Eine originelle Art der Aufwärmung hatte sich Michael mit dem Becherspiel ausgedacht. Danach vertiefte er die Wettkampfwürfe Seoi-nage und Ko-uchi-maki-komi in der Anwendung.. Je nach Ukes Fußstellung musste sich Tori in einer Auswahlreaktion für die je nach Situation günstigste Technik entscheiden. Beim Üben mit geschlossenen Augen waren vor allem die taktilen Sensoren gefragt, um die Bewegungen des Partners auch blind zu erahnen. 

Außer Judotechnik und Randori gab es noch eine Menge Abwechslung, Spass und Vergnügen außerhalb der Matte. Am Kletterturm mit verschieden schwierigen Kletterrouten sicherten Michael und Nicole den Aufstieg und das gefahrlose Abseilen.. Die Bezwinger der schwierigsten gelb-schwarzen Salamander-Route durften sich zur Belohnung ein kleines Geschenk aussuchen. Prämiert“ wurden als eifrigste Läufer Dominik Zimmermann und Dimitri Novarenko. 

Beim Schwimmen oder in der Sauna war Regeneration angesagt.. Aber auch Ballspiele in der Halle oder auf dem Fußballplatz sorgten für Entspannung und aktive Erholung  

Am Samstag hieß es jedoch Abschied nehmen. Einigen viel der Abschied sichtlich schwer. Hatten sie doch gute Freunde oder Freundinnen gewonnen. Einige waren auf jeden Fall ziemlich sicher: „Beim nächsten Feriencamp sind wir wieder mit dabei!“